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Turbinenwerkstatt:


Eine der noch ca. acht  Lamas bei verschiedenen Betreibern in der Schweiz


Das Aérospatiale SA-315 Lama ist ein leichter Mehrzweckhubschrauber. Das Lama wurde vom französischen Hersteller Sud Aviation (später Aérospatiale) ursprünglich für die indische Luftwaffe, speziell für den Einsatz in hoher und heisser Umgebung konzipiert. Seit 1972 hält sie den beglaubigten Höhenweltrekord für Helikopter von 12‘442 m und genoss über Jahre hinweg den verdienten Ruf als ,,Lastesel der Lüfte'' und ist für Extrem – Rettungen im Gebirge noch immer etwas vom Besten. Für die Überholungen und Datumskontrollen der Triebwerke stand bis 2015 die TUAG in Arbon zur Verfügung.

 
Letzte in der Schweiz fliegende private Alouette III, ex. Schweizer Luftwaffe


Die Schweizer Luftwaffe beschaffte zwischen 1964 - 1972 total 84 Alouettes, davon wurden 60 Stück unter Lizenz gebaut. Der Helikopter überzeugte durch sein breites Einsatzspektrum und seine Fähigkeiten im Gebirge über 46 Jahren, bis sie von der Schweizer Luftwaffe 2010 ausgemustert wurde.
Die Saurer Werke (später TUAG) übernahm die Turbinenbetreuung ab der ersten Beschaffung.


Die SA 316 Alouette und die SA 315 B Lama wurden mit der Artouste III B ausgestattet und fortlaufend
verbessert. Über die Jahre hinweg nahm die Anzahl weltweit berechtigter Triebwerk Werkstätten für die Artouste III ab, sodass ab der Jahrtausendwende nur noch die TUAG übrig blieb. 2014 wurde bekannt, dass die TUAG ihren einzigartigen Turbinen - Unterhalt per 2015 einstellen wird. Somit gibt es heute keine einzige zertifzierte Anlaufstelle für Artouste III Triebwerke mehr. Dies bedeutet, dass wenn die letzte Datumskontrolle noch im Jahr 2015 vorgenommen wurde, ab 2030 die jeweils endgültig letzten Flüge der beiden Helikoptertypen stattfinden werden.


   
Installiertes Triebwerk der Lama HB-XMC


Längsschnitt des Artouste III B Triebwerks

Das die beiden Helikoptertypen ohne eine Turbinenwerkstatt vom Aussterben bedroht sind, ist unabdingbar. Bei einer sog. Datumskontrolle muss ein Triebwerk zerlegt und geprüft werden, unabhängig davon wie viele Betriebsstunden das Triebwerk geleistet hat. Die einzelnen Bestandteile werden gereinigt, inspiziert und die Dichtungen werden ersetzt. Ohne die wiederkehrende 15 Jahre Inspektion ist die Betriebssicherheit der Artouste III und somit der einzige für die Alouette und Lama bestimmte Antrieb nicht mehr gewährleistet. Der Weiterbetrieb der Helikopter wäre ev. nur noch durch eine Zulassung in einer historischen Kategorie möglich. Desweiteren entfällt die kommerzielle Zulassung, da durch die Folgen der Umklassifizierung der Standart der ICAO, EASA, FAA und des Herstellers nicht mehr eingehalten werden kann. Für einen Besitzer der betroffenen Helikopter bedeutet dies:

  • Sobald eine grössere Reparatur oder eine Überholung ansteht, so ist der Helikopter abzuschreiben (ausser es wird noch ein Ersatztriebwerk gefunden). Dies mit erheblichen finanziellen Folgen für den Betrieb und das Personal.

  • Ein operativ einzigartiger und wertvoller Helikopter steht unter Umständen von einem auf den anderen Tag still.

  • Unsere Firma betrifft dies ebenso. So haben wir nur noch ein Triebwerk welches noch ca. 110 Std. offen hat bis zur Überholung. Auch haben wir ein weiteres, welches noch ca. 1‘000 Stunden offen hat bis zur Überholung. Jedoch ist dies datumsmässig abgelaufen und braucht vor seinem erneuten Einsatz mit Entkonservierung, eine Teilzerlegung.

So entstand das Vorhaben Aufbau Turbinenwerkstatt:

Dies wurde vom Geschäftsinhaber Roland Triet ins Leben gerufen, gleich nach dem die Aufgabe des Turbinen - Unterhalts durch TUAG bekannt wurde. Meinte der erfahrene Werkstattleiter noch: „Das wäre doch etwas für dich - du kannst das“!

Dies veranlasste Herr Triet der Sache nach zu gehen und nahm mit mehreren Schlüsselpersonen Kontakt auf. Die darauffolgenden Gespräche lieferten interessante Einblicke, viele bekundeten ihre Unterstützung für die Umsetzung des Vorhabens.

 

Bereits getätigte Sofortmassnahmen:

        

  • Übernahme und sorgsamer Abbau des Turbinenprüfstandes


   
Digitalisierter Steuer- & Überwachungsraum



Mit aufgebautem Turbomeca / Safran Artousste III 1 B Triebwerk



   
Es wurden sämtliche Kabel beschriftet und Schemas
erstellt


Wasserbremse und Prüfstandbett wird demontiert



Schonungsvolle Transportverladung bei Trockenheit



Abtransport des Zubehörs



  • Übernahme / Kauf des noch vorhandenen Werkstatt TUAG Inventars, per Ende 2015. Mit dabei waren die kompletten beheizbaren Reinigungsbäder, ein Trocknungsofen, der dazugehörende Elektro- Schaltschrank, Wannen, Abluftgebläse, Roste und div. Chromstahlablagen.

 
 

 
Turbinen bei Helikopter Service Triet


  • Es gab im 2014 und 2015 noch fünf bereits weitergegebene Schweizer Armee Turbinen zu kaufen, die bereits in privaten Händen waren. Wir erwarben sie, da sie komplett, in einem guten Zustand und interessant für das geplante Vorhaben sind. Somit verfügen wir auch über zusätzliche Ersatzteile und können dann bei Bedarf auch Austausch oder Leih -Triebwerke zur Verfügung stellen. Natürlich erst nach der erfolgten Rezertifizierung.
Das ganze Inventar inkl. Turbinenprüfstand befindet sich in dieser geeigneten Halle


Erfahrung und Ausbildungsstand Projekt Manager:

Roland J. Triet arbeitet seit 1980 mit Artouste als Heli Mechaniker und Kontrolleur. Dabei flog er selbst ca. 1'479 Std. auf Lama und Alouette. Auch besitzt er einen Ausweis für mechanische Komponenten.

Wie weiter:

Es wurde ein Business Plan erstellt und man ist auf der Suche nach Investoren oder Darlehensgebern.

 


Flugplatz St. Gallen - Altenrhein, Rietlistrasse 8, CH-9422 Staad, Tel. +41 (0)71 855 70 10 

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